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Check Point-Sicherheitsindex, Q1-2006: Datenschutz wird bei KMUs kleingeschrieben

Mitarbeiter werden oft nur unzureichend über Sicherheitsrisiken informiert
Der im Oktober 2004 von Check Point Software Technologies ins Leben gerufene Sicherheitsindex findet immer größere Resonanz bei den Klein- und Mittelständischen Unternehmen. Bis zum 31.03.2006 nutzten mehr als 4.000 Firmen mit einer Größe von 1 bis 500 Mitarbeitern den kostenlosen Online-Check zur Ermittlung ihrer IT-Sicherheitslage. Verschiebungen gab es auf Jahressicht in der Gewichtung der einzelnen Branchen. Stellte der Dienstleistungssektor in Q1 2005 noch 63 Prozent aller Befragten, waren es in Q1 2006 nur noch 52 Prozent. Gleichzeitig legten das Gewerbe von 10 auf 16 Prozent und die Industrie von 20 auf 25 Prozent zu.
Fehlender Datenschutz
Überraschend viele Unternehmen schenken dem Datenschutz nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Auf die Frage: „Haben Sie einen Datenschutzbeauftragten?“ antworteten ca. 45 Prozent der befragten Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 101 und 250 mit Nein, in Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern verneinten immer noch 30 % diese Frage.
Datensicherung oft Fehlanzeige
Ähnlich verhält es sich mit der Datensicherung: „Werden Ihre Server-Daten regelmäßig und ausreichend gesichert?“ Täglich tun dies nur 60 Prozent der Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern, die kleineren Betriebe sogar nur zu 40 Prozent. Und von denen wissen viele nicht, ob diese Backups vollständig und ordnungsgemäß durchgeführt werden. Die Frage „Wird die Funktionsfähigkeit der Datensicherung regelmäßig geprüft?“ beantworten 24 Prozent mit einem Nein, 17 Prozent wissen es einfach nicht.
Informationsstand der Mitarbeiter verschlechtert sich
Im Abwärtstrend befindet sich auch der Informationsstand der Mitarbeiter. Gefragt: „Sind Ihre Mitarbeiter ausreichend über Sicherheitsrisiken und deren Vermeidung informiert und dazu angehalten, diese Regelungen einzuhalten?“, räumten in Q1 2005 ca. 32 Prozent der Teilnehmer ein, bisher keinerlei derartige Maßnahmen ergriffen zu haben, in Q1 2006 gaben dies knapp 40 Prozent als Antwort. Und erklärten im Vorjahr noch ca. 34 Prozent der Betriebe, ihre Mitarbeiter einen Leitfaden zur IT-Sicherheit unterschreiben zu lassen und bei Verstößen gegebenenfalls zur Rechenschaft zu ziehen, taten dies in Q1 2006 nur noch 22 Prozent der befragten Unternehmen.
Hintergrund: Check Point-Sicherheitsindex
Als praktisches Kontrollinstrument konzipiert, soll der Check Point-Sicherheitsindex kleinen und mittelständischen Unternehmen eine einfach zu nutzende Plattform bieten, um möglichst unkompliziert, kostenfrei und herstellerneutral den aktuellen Status ihrer IT-Sicherheit abzuklären und individuelle Handlungsempfehlungen zu erhalten. Als eine Art „elektronischer Coach“, der speziell im KMU-Segment die Sicherheitsthematik sensibilisieren soll, stellt der Index folgende Kriterien in den Vordergrund: technische Einrichtungen gegen Angriffe innerhalb und außerhalb des Unternehmensnetzes, technische Einrichtungen gegen Datenverlust, organisatorische Regelungen zum Umgang mit Daten sowie funktionsspezifische Überprüfungsmechanismen.
www.sicherheitsindex.de steht allen interessierten Unternehmen zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Die Ergebnisse werden anonym ausgewertet und vierteljährlich veröffentlicht.05/2006

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