Case Study: TMS Österreich ersetzt NetWorker durch Time Navigator

Autor: Janka Kreißl
Eingetragen seit: 06/2007
Letzter Beitrag: 01/2008
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Während das Datenvolumen von Unternehmen heutzutage immer größer wird, lässt sich das von den Budgets der IT-Verantwortlichen oftmals nicht behaupten. So wird die richtige Datensicherungsstrategie oft zur Gratwanderung für die Zuständigen. Stand früher oftmals lediglich die erfolgreiche Durchführung von Backup und Restore im Mittelpunkt des Interesses, muss heute zwischen zahlreichen Aspekten wie Zeit, Ressourcen und Kosten abgewogen werden. Zugeständnisse in einem Bereich ziehen dabei oft Kompromisse in einem anderen nach sich. Der Automobilzulieferer TMS mit Sitz in Linz/Österreich sah sich vor genau dieses Problem gestellt und entschloss sich, seine bisherige Datensicherungssoftware, den EMC Legato NetWorker, durch den Time Navigator von Atempo zu ersetzen. Eine Entscheidung, mit der das Unternehmen voll und ganz zufrieden ist, denn es ist gelungen, Kosten zu sparen und gleichzeitig die Qualität der Datensicherung zu erhöhen.



TMS hat sich im Bereich Konzeption und Installation automatisierter Fertigungsanlagen insbesondere für die Automobilindustrie spezialisiert. Zu den Kunden des Unternehmens zählen alle namhaften europäischen Automobilhersteller wie beispielsweise Mercedes, Opel, Volkswagen, Audi, Seat, Renault und Nissan sowie einige Luftfahrtproduzenten wie zum Beispiel Airbus. Seit ihrem Gründungsjahr 1984 ist die in Linz/Österreich ansässige TMS-Gruppe kontinuierlich gewachsen und setzt derzeit jährlich etwa 75 Millionen Euro um. Etwa 190 Mitarbeiter sind am Stammsitz des Unternehmens in Österreich beschäftigt, weitere circa 40 Angestellte arbeiten an weiteren Standorten in Deutschland und Tschechien. Seit Februar 2006 Jahr gehört die TMS-Gruppe zu 100 Prozent zur Valiant GmbH, einem kanadischen Experten für Lösungen in den Bereichen Fahrzeug, Luftfahrt und Konstruktion. TMS vertreibt ein komplettes Leistungspaket von der Konzeption über die Lieferung bis zur schlüsselfertigen Installation automatisierter Montage- und Transportsysteme und hat sich als einer der führenden Spezialisten in Europa auf diesem Gebiet durchsetzen können.

Kostenkonsolidierung

Der hohe Kosten- und Leistungsdruck innerhalb der Automobilbranche hat allerdings auch vor TMS nicht Halt gemacht, und konzerninterne Umstrukturierungsmaßnahmen haben das Thema Kostenkonsolidierung in der IT-Abteilung des Unternehmens zum Thema werden lassen. Neben der Vorgabe, Kosten für die IT zu reduzieren, sahen sich die Verantwortlichen außerdem lange Zeit einem jährlichen Datenwachstum von 50 bis 70 Prozent ausgesetzt. Wenngleich dieses enorme Wachstum in der derzeitigen Phase des Unternehmens auf ein geringeres Maß zurückgegangen ist, so gilt es doch weiterhin für die Zukunft gewappnet zu bleiben. Deshalb durfte die Qualität der Datensicherung unter den Kosteneinsparungsmaßnahmen nicht leiden, sondern sollte im Hinblick auf die beständig steigenden Anforderungen an die Datenverfügbarkeit und Performance nach Möglichkeit weiter verbessert werden. „Bei unserer alten Software waren wir mit der Kostensituation sehr unzufrieden. Im Laufe der letzten Jahre waren hier die Wartungskosten ins Unerträgliche gestiegen“, beschreibt Franz Bachmayr, IT-Koordinator bei TMS Österreich die Situation. Ein Systemdienstleister empfahl Bachmayr daraufhin das Produkt von Atempo, einem insbesondere in den Märkten USA, Frankreich und Deutschland aktiven Anbieter von Datensicherungslösungen für das Information Lifecycle Management. Der Time Navigator, eine fortschrittliche und skalierbare Client/Server-Lösung zur unternehmensweiten, mehrstufigen Datensicherung, ist in Österreich derzeit zwar noch relativ unbekannt, in ihrer Funktionalität steht die Software ihren Konkurrenzprodukten jedoch in nichts nach. Darüber hinaus bietet Atempo ein Preismodell, bei dem nicht die Anzahl der Kassetten in einer Library, sondern die Anzahl der Laufwerke lizenziert werden. Dies bedeutet, dass selbst ein starkes Wachstum der zu verwaltenden Daten nicht zwangsläufig auch zu einer Kostenexplosion führt. „Nach unseren Berechnungen wird sich die neue Software in weniger als zwei Jahren amortisiert haben. Dann wickeln wir den Bereich Datensicherung kostengünstiger ab als bisher und sind gleichzeitig bestens für die Zukunft gerüstet“, so Franz Bachmayr.

Kommunikationsschwierigkeiten

Ein weiteres Problem, das es für die Verantwortlichen der IT zu lösen galt, bestand darin, dass die alte Datensicherungssoftware nicht mit dem ebenfalls eingesetzten hierarchischen Storage-Management-System, das Daten automatisch auf Band schreibt, sobald sie ein gewisses Alter erreicht haben, zusammenarbeiten wollte. „Die Kooperationsprobleme zwischen dem NetWorker und unserem Storage-Management-System haben dazu geführt, dass wir Backup-to-Disk nicht wie gewünscht einsetzen konnten. Diese Situation war inakzeptabel für uns“, so Franz Bachmayr. Glücklicherweise war der empfohlene Time Navigator in der Lage, nicht nur die Datensicherungs- sondern auch gleich die Storage-Management-Aufgaben mit zu übernehmen. So konnte Bachmayr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Kooperationsschwierigkeiten sind weggefallen, da nun nur noch eine Software eingesetzt wird, und das Disk-Backup kann ohne Probleme durchgeführt werden. „Generell arbeitet unsere Software mit ihren vielseitigen Funktionalitäten auch sehr gut mit anderen Programmen zusammen und lässt sich auf allen Plattformen integrieren“, so Aindrias Wall, Geschäftsführer von Atempo Deutschland. „Hier stoßen wir immer wieder auf Bedenken bei unseren Kunden, die jedoch völlig ungerechtfertigt sind. TMS kann in diesem Zusammenhang gut als Beispiel angeführt werden, da neben unserem Datensicherungsprodukt auch die Virtualisierungssoftware VMWare eingesetzt wird. Auf den ersten Blick wäre es somit für TMS sicherlich das einfachste gewesen, den NetWorker beizubehalten und so diesen Bereich komplett aus einer Hand abzudecken. Dass man sich vor diesem Hintergrund trotzdem für unser Produkt und gegen ein langjährig eingesetztes Konkurrenzprodukt entschieden hat, freut uns natürlich ganz besonders. Die Tatsache, dass alles optimal funktioniert, zeigt deutlich, dass die Entscheidung von TMS richtig war. “

Zügige Umstellung

Zum Einsatz kommt die Version 4.0 des Time Navigators, der aufgrund der Integration von ILM- (Information Lifecycle Management) Funktionalitäten alle Arten von Unternehmensdaten einschließlich Datenbanken während ihres kompletten Lebenszyklus verwalten kann. Eine einfach zu handhabende, zentralisierte Restore-Oberfläche ermöglicht das schnelle und problemslose Wiederherstellen der gewünschten Daten. Dabei spielt es keine Rolle, ob nur einige Server, eine ganze Arbeitsgruppe oder ein über mehrere Standorte verteiltes Unternehmensnetzwerk verwaltet werden. Die Umgebungen können beliebig komplex und heterogen aufgebaut sein und auf einer Vielzahl unterschiedlicher Hardwareplattformen und Betriebssystemen aufsetzen. Besonders komfortabel für Anwender und Administratoren ist das Konzept des „in der Zeit Navigierens“, nach dem die Software arbeitet. Es ermöglicht jederzeit Zugang zu einzelnen Dateien, die zu einem beliebigen Zeitpunkt auf einer beliebigen Ebene der Datensicherung gespeichert wurden sowie deren schnelles Wiederherstellen. Die Installation des neuen Programms verlief zügig und problemlos und bereits nach zwei Tagen war das neue System komplett einsatzbereit. Gesichert werden bei der TMS am Standort Linz derzeit Daten von vier File-Servern und zwei Datenbank- und Exchange-Servern. Die Datensicherung erfolgt auf einen Backup-Server, der mit der Library des Unternehmens verbunden ist. Vier Mal jährlich wird eine Komplettsicherung aller Daten mit einem Gesamtvolumen von etwa 4 TB durchgeführt, inkrementelle Sicherungen finden täglich statt.

Einfache Bedienung

Aufgrund der einfachen Handhabbarkeit der neuen Software waren zur Inbetriebnahme keine expliziten Mitarbeiterschulungen nötig. Die Verantwortlichen lernten alles Notwendige bei der gemeinsamen Installation des Programms mit einem Mitarbeiter von Atempo. „Vom Grundprinzip und der Philosophie ist die Software etwas anders aufgebaut als die Konkurrenz, aber sobald man dies einmal durchschaut hat, ist die Handhabung wirklich sehr einfach und vieles erklärt sich von selbst. In unserem Fall hat das Training on the Job, also die gemeinsame Installation mit Atempo, völlig ausgereicht, um alle wichtigen Funktionalitäten des Programms kennen und anwenden zu lernen“, berichtet Franz Bachmayr. „Lediglich um auch alle Feinheiten des Programms tatsächlich richtig nutzen zu können, könnte man noch über eine spezielle Schulung nachdenken.“ Neben den geringeren Kosten und der Tatsache, dass nun alles problemlos funktioniert, haben die Verantwortlichen bei TMS mittlerweile einen weiteren erfreulichen Vorteil der neuen Software ausmachen können: Backup und Restore benötigen nun erheblich weniger Zeit als bisher und Online-Zeiten konnten verlängert werden. „Sowohl unsere täglichen und vierteljährlichen Datensicherungen als auch die kleineren Restores, die wir für unsere Anwender immer wieder durchführen müssen, nehmen mit dem Time Navigator rund ein Drittel weniger Zeit in Anspruch als mit unserer alten Datensicherungssoftware“, so Franz Bachmayr. „Dies sind die besten Voraussetzungen für den Fall der Fälle, nämlich dass wir einen kompletten Restore durchführen müssen. Eine Situation, die hoffentlich nie eintritt, aber auf die wir sicherlich jederzeit vorbereitet sein müssen.“



Eine gute Entscheidung

Insgesamt ist der österreichische Automobilzulieferer TMS mit der Entscheidung, seine bisherige Datensicherungssoftware, den NetWorker von Legato, durch die in Österreich relativ unbekannte Software von Atempo auszutauschen, sehr zufrieden. Die bisherigen Probleme beim Backup-to-Disk wurden ausgeräumt, für Datensicherung und -wiederherstellung wird nun wesentlich weniger Zeit benötigt. Aufgrund der positiven Erfahrungen in der Zentrale ist momentan ein einheitliches Backupverfahren für die TMS-Gruppe und alle Niederlassungen mit dem Time Navigator in Planung. Auch die Archivierung von nicht mehr benötigten Projektdaten, die auf Grund gesetzlicher Vorschriften aufzubewahren sind, erfolgt mittlerweile über die Software von Atempo.

09/2007, Janka Kreißl



Die Autorin ist Freie Fachjournalistin in Augsburg mit Spezialisierung auf den Bereich Informationstechnologie. Neben ihrer journalistischen Ausbildung hat die 30-Jährige Erfahrung in den Bereichen Personalschulung und Coaching.
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