Seit vielen Jahrzehnten ist Bally Shoes eine bedeutende Größe im Segment Luxus-Schuhe und -Accessoires. 650 Angestellte arbeiten weltweit für das Schweizer Unternehmen, das Ende des 18. Jahrhunderts als Familienbetrieb gegründet wurde. Für die Sicherung der 4,7 Terabyte an Daten auf insgesamt 60 Servern arbeitet Ballys IT-Team seit einiger Zeit mit dem Time Navigator von Atempo. Der folgende Anwenderbericht skizziert die verschiedenen Stadien bei der Umsetzung eines anspruchsvollen IT-Projektes.
Normalerweise sind es ja die Frauen, die von einer ausgedehnten Shoppingtour mit mindestens einem neuen Paar Schuhe nach Hause kommen. Bei der Schweizer Familie Bally lief das im Jahre 1850 anders. Carl Franz Bally, damals Geschäftsführer einer Gummiband- und Hosenträgerfabrik, entdeckte auf einer Geschäftsreise in Paris wundervoll verzierte Schuhe, von denen er mehrere Paare ins heimische Schönenwerd importierte. Die Begeisterung für das modische Fußwerk ließ ihn nicht mehr los, und ein Jahr später gründete der Unternehmer die Schuhfabrik „Bally & Co.“ Bereits um 1870 war die Schuhmanufaktur dank innovativer Produktionsmaschinen fast vollständig mechanisiert, Bally beschäftigte mehr als 500 Angestellte und begann einen weltweiten Eroberungszug: Die Schuhe wurden in Barcelona, Lissabon oder Marseille genauso begeistert gekauft wie in Beirut, Bukarest und Konstantinopel. Nach dem ersten Börsengang 1907 ermöglichte zusätzliches Kapital die Erschließung weiterer Märkte, und 1916 wurde für die Schweizer Schuhfamilie zum Rekordjahr: Weltweit arbeiteten mehr als 7000 Personen für das Familienunternehmen, knapp vier Millionen Schuhe wurden verkauft.
Nach den beiden Weltkriegen etablierte sich Bally auch als Anbieter von Lederaccessoires und baute weitere Fertigungsanlagen, unter anderem in Südafrika und Südamerika. 1977 zog sich die Bally-Familie aus dem Unternehmen zurück, die Aktienmehrheit lag nun bei dem Rüstungskonzern Oerlikon-Bührle. In der Folgezeit wurde das Unternehmen durch Billigimporte bedrängt und musste Angestellte entlassen sowie Fabriken schließen, darunter auch das Stammhaus im schweizerischen Schönenwerd. 1999 wurde das Unternehmen an die US-Investmentgesellschaft Texas Pacific Group verkauft, die die Geschäfte noch heute vom Hauptsitz des Unternehmens in Caslano aus leitet. Seit zwei Jahren expandiert das Unternehmen wieder und rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum zwischen 15 und 20 Prozent. Weltweit vertreiben derzeit 240 Bally-Stores die Schuhe und Accessoires aus dem Luxus-Segment.
Für den Erfolg des Schuhunternehmens setzen sich heute an elf Standorten rund 650 Mitarbeiter ein. Und da die manuelle Schuhproduktion mithilfe handschriftlicher Aufzeichnungen längst der Vergangenheit angehört, verzeichnet das Unternehmen mittlerweile eine beachtliches Datenaufkommen: Rund 4,7 Terabyte müssen auf den insgesamt 60 Servern gesichert werden. Dazu setzte das Unternehmen bisher die IBM-Software Tivoli Storage Manager ein. „Im Juni 2006 begannen wir dann, nach einer neuen Lösung zu suchen“, so Francesco Frassineti, Systemadministrator bei Bally Shoes. Für eine Neuorientierung auf dem Gebiet Backup und Recovery sprachen mehrere Gründe: „Zum einen war die bisherige Lösung zu zeit- und personalintensiv. So entsprachen beispielsweise die Backup-Reporte in der Übersichtlichkeit und Genauigkeit nicht unseren Anforderungen.“ Weil die Backups zudem sehr zeitaufwändig waren, wurden sie von den Mitarbeitern nur unregelmäßig oder unvollständig durchgeführt. Dies gefährdete die Datensicherheit im gesamten Backup-Kreislauf, so Frassineti. „Eine kontinuierliche und zuverlässige Sicherung der unternehmenskritischen Daten ist für uns aber unabdingbar“, betont der IT-Leiter. Denn ein Ausfall der Server, wie ihn das Unternehmen beispielsweise vor anderthalb Jahren erlebt hat, kann komplette Geschäftsbereiche stilllegen. Damals dauerte es einen Tag, bis alle Systeme wieder liefen und weitere vier Tage, bis alle verlorenen Daten wieder hergestellt und neu eingegeben wurden. „Der Aufwand war riesig, und das Recovery dauerte viel zu lange“, erinnert sich Frassineti zurück.
Entsprechend hoch waren die Anforderungen der IT-Abteilung an eine neu zu findende Software für die Bereiche Backup und Recovery. „Was die Sicherung der Daten angeht, haben wir nach einer Lösung gesucht, die sämtliche Datensätze aus allen unterschiedlichen Anwendungen gleichermaßen zuverlässig sichert“, erklärt Frassineti. „Bei einem Server-Ausfall darf die letzte Datensicherung für alle geschäftskritischen Daten, also SAP-, Oracle- und Exchange-Fileserver-Daten nicht länger als zehn Minuten zurückliegen. Für alle anderen Server beträgt die minimale Sicherungsfrist sechs Stunden“. Ähnlich strikte Vorgaben hat das Unternehmen im Bezug auf die Datenwiederherstellung: Nach einem Notfall müssen alle Server nach einem einheitlichen Recovery-Prozess arbeiten und die Daten innerhalb von maximal 48 Stunden komplett und voll einsatzfähig wieder hergestellt werden. „Hinzu kommt, dass die Restore-Objekte anhand bestimmter Parameter ihrer Priorität nach hierarchisch geordnet sein müssen und auch von Anwendern ohne besondere Fachkenntnisse einfach wiederherzustellen sein sollten“, führt Ballys IT-Experte weiter aus. Generell sollte zudem die Möglichkeit zur Langzeitarchivierung bestimmter Daten bestehen, die gewünschte Software sollte die Daten kategorisieren, nachverfolgbar machen und sicher erhalten können. Die administratorischen Aufgaben sollten zwar auf einem zentralen Server verwaltet, aber dezentralisiert zugänglich und veränderbar sein. Zu guter Letzt wurden an das Projekt natürlich auch finanzielle Vorgaben gestellt. „Die Kosten sollten 200.000 Schweizer Franken, also 119.000 Euro, nicht überschreiten“, so Frassineti.
Hilfestellung bei der Suche nach neuen Lösungen leistete der Schweizer IT-Dienstleister ITRIS, mit dem Bally seit mehr als sieben Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. „Mit den Produkten, die uns von ITRIS empfohlen und implementiert wurden, waren wir bisher ausnahmslos zufrieden“, bilanziert Francesco Frassineti. Über den bewährten Geschäftspartner entstand dann auch der Kontakt zu Atempo. In einer mehrmonatigen Testphase wurden sowohl die Software von CA Brightstore als auch Data Protector von HP, Symantec Backup Exec 10d und Atempos Time Navigator ausführlich geprüft. Die gestellten Anforderungen erfüllte lediglich die Software von Atempo. „Im direkten Vergleich der Produkte traten die größten Unterschiede in den Bereichen Reporting und Desaster Recovery auf“, erinnert sich Frassineti. So bezeichnet er die Backup-Reports des Time Navigators als „um Längen besser als die der Mitbewerber“: Ausführlich, präzise und übersichtlich ermöglichen sie eine Fehlerbestimmung ohne großes Suchen. Zudem sind die Daten im Notfall auch von ungeübten Anwendern sehr einfach wiederherstellbar, da der Recovery-Prozess ausführlich und eindeutig beschrieben ist. „Die Dokumentation der Prozesse zählt zum besten, was ich je gesehen habe“, so Frassineti, den vor allem die Anwenderfreundlichkeit der Software begeistert.
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Mit dem Time Navigator 4.1 von Atempo entschied sich Bally Shoes für eine skalierbare Datensicherungs- und Recovery-Lösung, die umfassenden Datenbank- und Anwendungssupport bietet. Ausgerichtet auf eine punktgenaue Wiederherstellung von Daten zentralisiert die Software das Datensicherungsmanagement über heterogene Hardware-Plattformen, Betriebssysteme, Storage-Komponenten und Anwendungen hinweg. Im Notfall lassen sich die Daten schnell wieder herstellen, indem das Programm auf alle verfügbaren Tape-Laufwerke innerhalb des Unternehmens zugreift. „Dies ist besonders wichtig für unsere Außenstellen“, erläutert Frassineti, dessen Team die Software im Februar 2007 zuerst am Hauptsitz in Caslano/Schweiz in Betrieb nahm und dann per Remote-Steuerung auf die weltweiten Server, unter anderem in Sydney, Singapur, New York und Hong Kong aufspielte. Trotz der zahlreichen unterschiedlichen Betriebssysteme wie beispielsweise Windows NT4, 2000 oder Windows 2003 R2 x64 gab es nur kleinere Probleme mit der Implementierung, die in Zusammenarbeit mit Atempo zügig behoben werden konnten. Ende September 2007 lief die gesamte Datensicherung über die neue Software.
Bereits heute schätzt Bally sowohl die Zuverlässigkeit des Software-Systems als auch die Skalierbarkeit als sehr gut ein. „Unsere gesetzten Ziele haben wir zu 100 Prozent erreicht“, resümiert Frassineti. Als größte Verbesserung sieht er die deutliche Verringerung des Zeitaufwands bei der Administration des Backups – von vorher zwölf Stunden pro Woche auf jetzt eine Stunde pro Woche. „Die Software nimmt uns die Verwaltung der Tapes zu einem großen Teil ab“, so der IT-Leiter. „Was wir vorher mit großem Aufwand manuell erledigen mussten, geschieht jetzt automatisiert und damit sehr viel zuverlässiger.“ Zusätzlich lassen sich durch eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen mit der neuen Lösung jährlich rund 16.000 Euro (27.000 CHF) sowohl an Hardware- als auch an Software-Kosten einsparen – ein weiterer Grund, warum das Bally-Team mit seiner neuen Lösung mehr als zufrieden ist. Durch Atempos einzigartiges Modell der Volumenlizenzierung muss Bally nur die Datenmenge bezahlen, die auch tatsächlich gesichert wird – unabhängig davon, wie viele Anwender die Backuplösung nutzen oder welche Datenbankmodule zum Einsatz kommen. An Veränderungen von Infrastruktur und Datenvolumen passt sich das innovative Preismodell flexibel an und garantiert damit eine langfristige Planungssicherheit.
Aufgrund der guten Erfahrungen ist man bei Bally in Caslano momentan in der fortgeschrittenen Evaluationsphase mit einer weiteren Atempo-Software: Die CDP-Lösung Live Backup soll zukünftig die unternehmenskritischen Daten auf Notebooks und Desktops sichern. „Auch dieses Produkt übertrifft bisher alle unsere Erwartungen“, freut sich Frassineti. Durch die sehr einfache Handhabung der Software sei nur eine kurze Einführungszeit nötig, so dass das Projekt Mitte Dezember nach nur vier Monaten Vorbereitungszeit im laufenden Betrieb zum Einsatz kommen könne. „Bei all diesen Projekten war und ist der Support durch Atempo einfach phantastisch“, erklärt IT-Spezialist Frassineti abschließend. „Solch eine Unterstützung haben wir in dieser Form von noch keinem anderen Anbieter erhalten.“
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