Case Study: Osram - Ohne Unterbrechung


12.05.2008

Unternehmenserfolg abgesichert: Bei Osram haben nicht nur Energiesparlampen ein langes Leben, auch das internationale Unternehmensnetzwerk ist durch intelligentes Application-Switching von Radware ausfallfrei verfügbar.

Licht ist ihre Stärke – das hat Osram erst wieder mit der Lichtinstallation der Münchener Allianz-Arena bewiesen: Über 25.000 Leuchten lassen die 2.800 Folienkissen der Außenwand des modernsten Fußballstadions Europas in verschiedenen Mannschafts-Farben erstrahlen. Um solche Hochleistungen weltweit umsetzen zu können, muss im Unternehmen alles reibungslos laufen – auch die IT. Der deutsche Lichthersteller, der sich die Weltspitze mit nur einem Wettbewerber teilt, verfügt über 71 Gesellschaften und Vertriebsbüros für 110 Länder. Für deren interne Kommunikation nutzt das 40.000 Mitarbeiter starke Unternehmen ein weltweites WAN. Damit alle Geschäftsprozesse international abgewickelt werden können, hat Osram alle Standorte über ein MPLS-Netzwerk und einige VPNs miteinander verbunden und arbeitet mit SAP R/3 als zentrale Unternehmensapplikation.

Die Ausgangslage

Osram vertreibt seine Leuchtmittel in rund 150 Märkten. Um seine Geschäftsprozesse global abzubilden, nutzt das Münchener Unternehmen eine umfassende SAP-Umgebung. Täglich greifen unzählige Mitarbeiter in den weltweit verteilten Gesellschaften und Vertriebsbüros gleichzeitig auf das System zu. Dies machte das Netzwerk entsprechend störungsanfällig. Stabile Verbindungen und höchste Netzwerkleistung waren daher grundlegend für eine reibungslose und erfolgreiche Zusammenarbeit rund um den Globus.

Der Internetauftritt des Leuchtmittelherstellers besteht aus mehr als 45 Websites in 38 Sprachen, über die neben Informationen auch Zehntausende Produkte online erhältlich sind. Besonders Händler, OEMs und Großkunden nutzen die Chance der schnellen Bestellung im Online-Shop, die direkt ins SAP läuft. MYOSRAM.COM muss daher rund um die Uhr verfügbar sein und selbst höchsten Zugriffsraten problemlos standhalten.

„Unsere Netze sollten absolut zuverlässig werden, um mit den steigenden Anforderungen der Fachabteilungen und unserer Kunden Schritt zu halten. Außerdem spielt das Kunden-Extranet eine wichtige Rolle in unserer Vertriebsstrategie. Ein Ausfall würde empfindliche Einbußen bedeuten“, erinnert sich Robert Blattenberger, Senior Director IT bei Osram, an die Initialzündung für die Intelligent Application Switching-Initiative seiner Abteilung. „Unser Hauptziel war es daher, mit einem ganzheitlichen Lösungsansatz höchste Ausfallsicherheit und ein Plus an Leistung und Verfügbarkeit zu erreichen – mit speziellem Augenmerk auch auf unser Datacenter.“

Die Lösung

Um diese IT-Nuss zu knacken, entschied sich der Branchenprimus 2003, das Netzwerk mit intelligenten Application-Switches aufzurüsten. Diese Netzwerk-Optimierer sollten schwankende Lasten ausgleichen, Netzwerk-Fehler melden und Datenströme dementsprechend umleiten sowie die Netzwerksicherheit erhöhen. Im ersten Schritt nahmen Blattenberger und sein Team Lösungen für das Extranet unter die Lupe. Noch vor drei Jahren gab es nur zwei ernst zu nehmende Anbieter in diesem Bereich, von denen sich Osram für Radware entschied. „Wir hatten uns die technischen Fähigkeiten beider Hersteller genau angesehen, aber Radware war eindeutig überzeugender in den angebotenen Features, wie etwa DNS-Loadbalancing oder Health-Checks“, begründet Blattenberger die Wahl. Ausschlaggebend war für Osram auch, dass der Eschborner Anbieter alle Anforderungen mit integrierten Lösungen aus einer Hand abdecken konnte. Je nach Positionierung im Unternehmensnetzwerk sorgen sie für Hochverfügbarkeit der Anwendungen, Performance Accelleration der SAP-Infrastruktur und IT-Sicherheit – im speziellen Schutz vor Denial-of-Service-Attacken und Malware.

Investitionsschutz und Ausbaufähigkeit spielte für Osram auch eine entscheidende Rolle: Die Lösungen von Radware greifen nahtlos ineinander und sind mit anderen Systemen kompatibel, wodurch sich über die Jahre die Interoperabilität wahren und weitere Stärken ausnutzen lassen – wie etwa das Transparent Tunneling.

Für das Extranet schnürte Radware ein erstes Lösungspaket aus AppDirector für die Lastenverteilung, AppXcel für die SSL-Kompression der Mails und LinkProof für das Provider-Loadbalancing an den zwei Zentralhubs in Europa und Asien. Wegen erheblich schwankender Internet-Connectivity in China ergänzte Osram das System 2005 um LinkProof Branch zum Lastenausgleich unter den genutzten Internet-Providern und Transparent Tunneling einer VPN-Verbindung. 2006 schaffte Osram außerdem noch einen AppDirector für den Lastenausgleich im Intranet an.

Die Implementierung

Die Erstinstallation verlief genau nach Plan: „Wir haben mit drei Personen einen Nachmittag im Radware-Labor verbracht und unsere Komponenten gemeinsam vorkonfiguriert sowie die Funktionalitäten wie etwa Ausfallsicherheit und das Umschalten getestet”, so der IT-Direktor. „Die Integration in die Produktiv-Umgebung erfolgte dann an einem Wochenende in gerademal zwei Stunden, wobei uns ein Radware-Techniker tatkräftig unterstützte.“

Beim Ausbau der Radware-Installation half Radware, einige strukturelle Besonderheiten der Osram-Applikationen zu analysieren, Probleme bereits in der Testphase zu identifizieren und den Lösungsansatz darauf auszurichten. Laut den Verantwortlichen verlief die Implementierung bei allen Produkten daher relativ einfach.

Das Ergebnis

LinkProof sorgt beim Internet für Ausfallsicherheit und garantiert schnelle, leistungsfähige Verbindungen rund um die Uhr. Das Multi-Homing-System wurde zum einen im zentralen Rechenzentrum in Europa installiert und weitere Geräte direkt in den einzelnen Niederlassungen in China, Malaysia, Indonesien und Taiwan. Die Lösung hat sich bisher vor allem bei den erheblich schwankenden Internetverbindungen in China bestens bewährt. AppDirector hat das Extranet und das Intranet fest im Griff: Der intelligente, integrierte Switch überwacht kontinuierlich alle Applikationen von Layer 4 bis 7, so dass die geschäftskritischen Anwendungen bei Osram immer mit Geschwindigkeiten im Multi-Gigabit-Bereich abrufbar sind.

„Seit der Implementierung der Radware-Lösungen haben besonders unsere asiatischen Niederlassungen permanenten und reibungslosen Zugriff auf die SAP R/3-Anwendungen, die in Europa zentral verwaltet werden“, berichtet Blattenberger. „Die Herausforderung, unser System weltweit sicher, hochverfügbar und leistungsstark zu machen, konnten wir mit Radware innerhalb kurzer Zeit meistern.“

Die umfassenden Funktionen der Intelligent-Application-Switching-Lösungen erleichtern Osram die Verwaltung des gesamten Netzwerks und optimieren die Bandbreite automatisch so, dass es selbst bei voller Auslastung nicht zu Kapazitätsengpässen kommt. Auch der Online-Shop ist seitdem sehr stabil.

„Wir konnten die Verfügbarkeit unserer Netzverbindungen und zentraler Webapplikationen erheblich steigern – das spüren Fachabteilungen und Kunden. Die Überwachung wichtiger Funktionen hat sich erheblich verbessert“, fasst der IT-Verantwortliche von Osram zusammen. „Unsere Evaluierung und die gemeinsame Umsetzung haben gezeigt, dass das ganzheitliche Lösungsangebot von Radware derzeit einzigartig auf dem Markt ist. Die Chancen stehen daher sehr gut, dass wir Standorte, die künftig mit mehreren Internet Service Providern arbeiten, auch mit Radware-Produkten wie LinkProof Branch ausstatten werden.“


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Autor

  • Jacklin Montag

Jacklin Montag arbeitet als freie Autorin in München.




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