Gesteuerte Automatisierung sorgt für mehr Sicherheit


19.08.2008

Die Gewährleistung von „Compliance“ in Unternehmen verlangt eine strikte Einhaltung von Sicherheitsregeln und die laufende Überprüfung der jeweiligen Security Policy. Dazu gehört eine systematische Analyse von Schwachstellen, die regelmäßige Aktualisierung von Patches und die laufende Überprüfung der sicherheitsrelevanten Geschäftsprozesse. Viele Unternehmen führen diese Gefahrenabwehrmaßnahmen manuell durch, was mit einem großen Aufwand verbunden ist. Die Lösung kann daher nur Prozessautomatisierung sein. Die automatisierten Prozesse müssen jedoch steuerbar bleiben, so dass im Gegensatz zur Microsoft Idee eines „freundlichen Wurms“, der Administrator die letztendliche, mit allen Zugriffsoptionen ausgestattete Entscheidungsinstanz bleibt.

In den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet der Security-Software viel getan. Nicht nur, dass die Tools immer effizienter arbeiten und dadurch immer weniger manuelle Ressourcen gebraucht werden, sie weisen auch die Benutzerfreundlichkeit auf, die es einem Administrator erlaubt, Routineprozesse sicher und schnell durchzuführen. Das softwarebasierte, automatisierte Monitoring der Sicherheitssysteme und -prozesse erweist sich als zuverlässig und entlastet Administratoren, so dass diese sich komplexeren Sicherheitsaufgaben widmen können.

Viele Unternehmen haben dadurch ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass auf Software basierende automatisierte Sicherheitsprozesse den gewünschten Schutz und eine hohe Effizienz gewährleisten. Was Unternehmen in den meisten Fällen jedoch noch nicht optimal nutzen, sind die in den Reports der Security-Software enthaltenen Informationen. Die optimale Anwendung solcher Tools erschöpft sich nämlich nicht ausschließlich in ihrer Effizienz, was den Aufwand an Zeit und Ressourcen betrifft. Wer Reports systematisch auswertet, lernt nicht nur die Funktionsweise der eigenen Sicherheitsmechanismen besser verstehen, sondern erhält auch wichtige Informationen zu deren Schwachstellen. Damit wird es möglich die automatisierten Prozesse in einem gesamten Security-Management-Prozess zu integrieren, so dass der Security-Policy des Unternehmens Rechnung getragen werden kann. Wenn dieser Schritt gelingt, dann erstreckt sich der Mehrwert des eingesetzten automatisierten Monitorings über die Faktoren Zeit- und Kostenersparnis hinaus. Sowohl präventives Handeln als auch der Nachweis über die Einhaltung der eigenen Sicherheitsregeln wird so möglich.

Der technologische Entwicklungsstand im Bereich der IT-Security-Lösungen lässt es zu, dass umfassende Security-Software-Tools ohne die Einrichtung von Agents - die stets eine beachtliche Menge wertvoller Systemressourcen verschlingen - implementiert werden können. Patch Management, Compliance Management, Configuration Management and Applikationskontrollen werden auf diese Weise in einem einzigen automatisierten Abwehrprozess von einer lernfähigen Software koordiniert und durchgeführt. Das „Vulnerability Management“ stellt demnach einen automatisierten Dauerlauf dar, der nicht nur Schwachstellen findet und bekämpft oder feindliche Angriffe unterbindet, sondern auch konstant das gesamte Sicherheitskonstrukt eines Unternehmens durch drei essentielle Teilprozesse verbessert:

1. Ständige Überwachung und Messung des Sicherheitsstatus eines Unternehmens.

2. Automatische Beseitigung aller identifizierten Sicherheitsrisiken.

3. Erstellung eines entsprechenden Compliance-Berichts.

Damit wird es für Administratoren einfacher eine Übersicht über die akuten Sicherheitsrisiken zu gewinnen, so dass die Verantwortlichen geeignete Security Policies und Maßnahmen ableiten und entwickeln können. Die von der eingesetzten Security-Software generierten Reports werden stets mit der Security Policy des Unternehmens verglichen, so dass jederzeit beurteilt werden kann, ob die Sicherheitsvorgaben des Unternehmens eingehalten werden.

Ein weiterer und in diesem Zusammenhang nicht zu unterschätzender Aspekt ist, dass der Druck auf Administratoren in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Die Herausforderung, der sie täglich begegnen, ist Sicherheitsrisiken bei strikter Einhaltung der Security Policy des jeweiligen Unternehmens zu minimieren. Dieser Herausforderung sind die Administratoren aber nur dann gewachsen, wenn ihnen Software zur Verfügung steht, die automatisierte Überwachungs- und Verteidigungsprozesse ermöglichen und ein zeit- und kostspieliges manuelles Security Management ersetzen. Der Einsatz solcher Software sorgt darüber hinaus für die notwendige Transparenz, so dass Verantwortliche potenzielle Schwachstellen ausmachen können, um präventiv auf sie reagieren zu können anstatt den entstandenen Schaden nachträglich zu begrenzen.


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Autor

  • Neil Butchart

    Shavlik Technologies

Neil Butchart ist Managing Director EMEA bei Shavlik Technologies.




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