Sophos Security Threat Report 2010: 70 Prozent mehr Schadprogramme und Spam über Social Networks

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Im Jahr 2009 verzeichnete der IT- und Datensicherheitsspezialist Sophos einen alarmierenden Anstieg an Cyberangriffen auf Mitglieder sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter. Den Analysen der SophosLabs, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, zufolge wurden mittlerweile bereits 57 Prozent aller Nutzer Opfer von Spam-Attacken - dies entspricht einem Zuwachs um 70,6 Prozent innerhalb von 12 Monaten. Dass 36 Prozent aller Mitglieder Schadcode über soziale Netzwerke erhalten haben, bedeutet einen Anstieg von 69,8 Prozent. 72 Prozent aller Unternehmen betrachten soziale Netzwerke als Risiko für ihre IT- und Datensicherheit. Als besonders gefährlich erachten 60 Prozent der Firmen Facebook.

Graham Cluley, Senior Technology Consultant von Sophos, erläutert: "Computernutzer verbringen immer mehr Zeit in sozialen Netzwerken und veröffentlichen dort vertrauliche und wertvolle persönliche Informationen. Hacker haben diese Plattformen natürlich bereits als neue Geldquelle entdeckt. Der dramatische Anstieg der Angriffe im vergangenen Jahr zeigt uns, dass die Betreiber der sozialen Netzwerke wie auch ihre Millionen von Mitgliedern mehr dafür tun müssen, um sich gegen Angriffe krimineller Cyberbanden, Identitätsdiebstahl, Spam-Attacken und Schadprogramme zu schützen."

Facebook - größtes IT- und Datensicherheitsrisiko?

Sophos befragte im November und Dezember 2009 über 500 Unternehmen und stellte dabei fest, dass 72 Prozent befürchten, dass das Verhalten ihrer Mitarbeiter in sozialen Netzwerken ihre Unternehmen gefährdet und die IT-Infrastruktur sowie vertrauliche Daten einem erhöhten Risiko aussetzt. Als größtes Sicherheitsrisiko unter allen sozialen Netzwerken erachten 60 Prozent der Unternehmen Facebook, wie die Studie von Sophos ergab - gefolgt von MySpace (18 Prozent), Twitter (17 Prozent) und LinkedIn (4 Prozent).

Graham Cluley kommentiert: "Man sollte nicht vergessen, dass Facebook mit 350 Millionen Mitgliedern das größte soziale Netzwerk ist - und in der größten Plantage gibt es auch immer viele faule Früchte. Die Sicherheitsverantwortlichen von Facebook arbeiten hart daran, die Bedrohungen für ihre Mitglieder zu bekämpfen. Allerdings ist die Verwaltung von 350
Millionen Mitgliedern kein Kinderspiel und es besteht kein Zweifel daran, dass einfache Veränderungen Facebook sicherer machen könnten. Als Facebook beispielsweise im vergangenen Jahr die neuen persönlichen Sicherheitseinstellungen einführte, war das eher ein Rückschritt in puncto IT- und Datensicherheit. Denn den Mitgliedern wurde dabei empfohlen, ihre Daten einfach jedem im Internet zugänglich zu machen.

Die Studie von Sophos ergab weiterhin, dass bereits 49 Prozent aller Unternehmen ihren Angestellten unbeschränkten Zugang zu Facebook erlauben, das entspricht einer Steigerung von 13 Prozent gegenüber den letzten 12 Monaten.

"Die Ironie ist, dass Unternehmen sozialen Netzwerken gegenüber immer aufgeschlossener werden, dabei jedoch gleichzeitig ihr Risiko, Opfer von Angriffen mit Spam, Schadprogrammen sowie von Identitätsdiebstahl zu werden, erhöhen. Unternehmen haben erkannt, dass soziale Netzwerke in der heutigen Zeit dazugehören, um Geschäfte zu machen; die Antwort muss deshalb lauten, nicht die Angestellten von sozialen Netzwerken fernzuhalten, sondern sie statt dessen durch Richtlinien und Aufklärungsmaßnahmen für die Gefahren aus sozialen Netzwerken zu sensibilisieren", so Cluley weiter.

Die Ergebnisse zur Sicherheit in sozialen Netzwerken sind nur ein Teil des Sophos Security Threat Report 2010. Der vollständige Sophos Security Threat Report (auf Englisch) mit weiteren detaillierten Informationen sowie einer Analyse der IT- und Datensicherheitsbedrohungen der vergangenen zwölf Monate sowie Einschätzungen zu Bedrohungstrends für das Jahr 2010 steht zum Download zur Verfügung unter www.sophos.com/security-report-2010

03.02.2010, Monika Nordmann, Sophos GmbH




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