7 Sicherheitsprognosen für 2010: Bessere Überwachungssysteme, aber auch mehr Trojanerattacken

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Gekürzte Budgets und weniger Mitarbeiter haben 2009 etliche Security-Initiativen verzögert. Die offenen Flanken sind jedoch geblieben und werden sich 2010 noch vergrößern - so die Sicherheitsexperten bei Unisys.

Behörden und Unternehmen der Privatwirtschaft werden laut Unisys 2010 einen proaktiven Ansatz bezüglich Security verfolgen. Sie ergreifen neue Maßnahmen, um die Identität von Mitarbeitern und Besuchern sicher zu stellen und vertrauliche Informationen zu schützen. Finanzdienstleister setzen hier Maßstäbe, knapp gefolgt von Häfen und anderen Unternehmen.

"Angesichts des Schadenspotenzials, das aus neuen und gefährlicheren physischen wie auch virtuellen Angriffsformen entsteht, können es sich Unternehmen nicht länger leisten mit Abwehrmaßnahmen zu warten, bis sie angegriffen werden", so Sid Pearl, Global Director für Risk Intelligence und Solutions Management bei Unisys. "Sie müssen Verhaltensmuster und Identitäten strenger überwachen, um Angriffen zuvor zu kommen."

Die sieben wichtigsten Sicherheitstrends

1. Die "Consumerization" der IT verwischt immer mehr die Grenzen der Unternehmensnetzwerke. Immer mehr Mitarbeiter und Konsumenten nutzen Smartphones und PDAs, um Geschäftstransaktionen online durchzuführen. Die Daten müssen dabei über einfache PINs und Passwörter hinaus geschützt werden. Auch sind die Geräte zunehmend Ziel von Malware und Spyware. Anwender benötigen stärkere und kontinuierlich aktualisierte Sicherheitsplattformen für den Schutz der mobilen Datenübertragung. Als Ergebnis werden sich Unternehmen zunehmend auf Datensicherheit fokussieren, statt wie bisher auf traditionelle Netzwerk- oder Infrastruktursicherheit, so die Unisys Sicherheits-Experten.

2. Gegenoffensive starten: Trojaner werden Finanzinstitute und Behörden auch weiterhin plagen. Sie müssen ihre Daten aktiv gegen immer innovativere und schädlichere Bedrohungen schützen. Um vorhersagen zu können, wann, wo und wie Attacken zu erwarten sind, braucht es einen umfassenden und integrierten Blick auf die IT-Umgebungen und ein tieferes Verständnis des menschlichen Faktors.

3. Häfen werden proaktiv, um Angriffe zu verhindern. Statt sich nur auf die Einhaltung von Sicherheitsstandards zu konzentrieren, werden Häfen Risiko-Assessments durchführen, Reaktionszenarien simulieren und robustere Disaster-Recovery-Pläne entwickeln.

4. Clouds am Horizont: Weniger sensible Daten wandern nach Ansicht der Unisys-Experten zunehmend in Cloud Computing-Umgebungen, um Kosten zu sparen. Sensiblere Daten werden jedoch erst in einem zweiten Schritt nachgezogen, wenn Cloud-Konzepte mit neueren Sicherheitsmodellen eine mehrstufige Datensicherung anbieten.

5. Biometrie an der Grenze schafft 2010 den Durchbruch vor allem mit biometrischen Erkennungssystemen wie Iris-, Gesichts- oder Fingerabdruck-Scans. Viele Regierungsbehörden investierten in eine bisher noch ungenutzte Infrastruktur für elektronische Pässe. Unisys erwartet ein Roll-Out vieler dieser Systeme, die biometrische Daten auf einem Chip speichern. So kann künftig überprüft werden, ob die vorzeigende Person tatsächlich mit dem Besitzer des Passes identisch ist. Angeführt wird die Einführung der elektronischen Pässe von Asien und Europa. Tatsächlich zeigt der Unisys Security Index, dass eine Mehrheit der Befragten weltweit eine biometrische Authentifizierung akzeptiert.

6. IT geht auf die Straße: Mobile biometrische Geräte finden zunehmenden Einsatz bei Behörden. Die Polizei in Großbritannien und den USA nutzt bereits mobile Fingerabdruckscanner. Auch in Australien verwenden Polizeibeamte die Geräte, um vor Ort in einer nationalen Datenbank der Fingerabdrücke nach Übereinstimmungen zu suchen. Derartige Geräte helfen auch im Katastrophenfall bei der Identifizierung von Personen.

7. Immer intelligentere Überwachungssysteme ermöglichen es nach Ansicht der Unisys Experten, sicherheitsrelevante Ereignisse in Echtzeit zu erkennen und unverzüglich Maßnahmen einzuleiten, statt lediglich nach einem Vorfall Videomaterial auszuwerten. Verbesserte Digitalkamera-Technologie in Verbindung mit intelligenter Software ermöglicht die Kombination von Videobildmaterial mit Informationen wie Gesichtserkennungsdaten. Überwachungssoftware ist auch bald in der Lage, wiederkehrende Muster oder Personen zu identifizieren, um in Echtzeit auffallende Ereignisse zu erkennen.

12.02.2010, Christine Wildgruber, Maisberger Gesellschaft für strategische Unternehmenskommunikation mbH




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