Viele Mitglieder sozialer Netzwerke geben private Daten arglos an Unbekannte weiter
Sophos, einer der führenden Anbieter von IT-Lösungen für 'Security and Control', warnt vor dem leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten in Online-Netzwerken. Social Networks gehören zu den meist genutzten Web 2.0-Angeboten. Auf Online-Plattformen, wie Stayfriends, Lokalisten oder Wer-kennt-wen, sind mittlerweile Millionen von Internet-Nutzern weltweit registriert. Ein Experiment von Sophos zeigt: Die Mitglieder geben dort auf Anfrage unüberlegt persönliche Daten, wie E-Mail-Adresse, Geburtstag oder Telefonnummer, preis, ohne die Identität des Absenders zu kennen. Für Cyberkriminelle ist es ein Leichtes, auf diese Weise potenzielle Opfer auszuspionieren und gezielt zu attackieren. Sophos rät daher zu erhöhter Vorsicht in sozialen Netzwerken und einem sensiblen Umgang mit vertraulichen Daten im Internet.
Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos: 'Millionen von Internet-Nutzern registrieren sich heute in Online-Communities, um alte Schulkameraden zu finden, neue Freundschaften zu schließen oder berufliche Kontakte zu knüpfen. Dafür wirft so mancher Nutzer jegliches Misstrauen über Bord und offenbart Wildfremden vertrauliche Informationen. Dass sich hinter dem viel versprechenden neuen Geschäftspartner auch ein krimineller Hacker oder Spammer verstecken kann, scheinen die wenigsten zu bedenken. Eine kurze Anfrage per Mail genügt und viele Nutzer geben bereitwillig Auskunft.'
Das 'Facebook-Experiment'
Unter dem frei erfundenen Namen 'Freddi Staur' registrierte sich Sophos im populären englischsprachigen Online-Netzwerk Facebook und hinterlegte im Profil lediglich das Foto eines kleinen, grünen Frosches sowie einige wenige persönliche Daten. Um zu erfahren, wie viele Mitglieder auf die Anfrage eines unbekannten Absenders antworten, sendete Sophos daraufhin Anfragen an 200 willkürlich ausgewählte Facebook-Nutzer. Das Ergebnis: 41 Prozent antworten auf die Kontaktaufnahme und gewährten Freddi den Zugriff auf ihre in Facebook hinterlegten persönlichen Informationen. In vielen Fällen wurde ihm dabei der Zugriff auf eine oder gar mehrere E-Mail-Adressen, das Geburtsdatum, die Adresse und Telefonnummer sowie häufig auch auf private Fotos von Freunden und Angehörigen erlaubt. Viele der Kontakte nannten darüber hinaus persönliche Vorlieben und Abneigungen, Hobbies wie auch berufliche Details.
Christoph Hardy: 'Es ist erschreckend zu sehen, wie leicht es ist, im Internet an persönliche Daten zu gelangen. Wäre Freddi ein Cyberganove, hätte er jetzt alle Informationen, um die User gezielt zu attackieren und sie um ihr Geld zu bringen - sei es über individuell gestaltete Phishing- und Spam-Mails oder Malware-Angriffe. Mithilfe persönlicher Daten, wie den Geburtstag oder den Namen der Freundin, lassen sich beispielsweise ebenso einfach Passwörter herausfinden, falsche Identitäten anlegen oder gar Konten leeren. Um nicht Opfer gezielter Datenspionage zu werden, sollten Mitglieder sozialer Netzwerke bei Kontaktanfragen von Unbekannten daher besonders wachsam sein und sich erst erkundigen, mit wem sie es zu tun haben. Auch Unternehmen kann der nachlässige Umgang ihrer Mitarbeiter mit Firmenadressen schnell zum Verhängnis werden - sie sollten daher Richtlinien zur beruflichen Nutzung von Online-Netzwerken definieren und geeignete Sicherheitslösungen zum Schutz vor Spam- und Hacker-Angriffen installieren.'
Die Ergebnisse des Tests im Überblick
Details zum 'Facebook-Experiment' von Sophos finden Sie unter: http://www.sophos.com/pressoffice/news/articles/2007/08/facebook.html
Sophos hat die wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang mit in Social Networks zusammengefasst. Diese sind abrufbar unter: http://www.sophos.com/facebook
Weitere Details zum "Facebook-Experiment" stehen (in englischer Sprache) zur Verfügung unter: http://www.sophos.com/pressoffice/news/articles/2007/08/facebook.html
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