Sicherheitsrisiko Online-Chat: McAfee zeigt Gefahren auf und bietet Schutzmaßnahmen


26.03.2007

Web 2.0 lädt die Benutzer zum Mitmachen ein. Chatting wird immer beliebter und stellt damit auch größere Gefahren vor allem für Jugendliche und Kinder dar. Die Anonymität der Gesprächspartner birgt besondere Risiken. Chatter müssen wissen, dass die Gesprächspartner im Internet Fremde sind. Ihre wahre Identität bleibt letztlich verborgen. Potentielle Angreifer können private Informationen, die hier ausgeplaudert werden, für Betrugsversuche oder Verbrechen nutzen. Diese Gefahr gilt auch für Chat- und Voice-Chat bei Online-Spielen. McAfee, Inc. empfiehlt jugendlichen Chattern, einige grundlegende und wirksame Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, die dafür sorgen, dass keine Risiken von den beliebten Online-Sessions ausgehen.

Die Anonymität der Gesprächspartner macht das Chatten im Internet für Kinder gefährlich, wenn diese nicht von ihren Eltern geschützt werden. Sympathisch erscheinende Fremde können sich das Vertrauen der Kinder erschleichen, indem sie scheinbar offen ihren Problemen zuhören. Viele geben auch vor, dieselben Interessen wie das Gegenüber zu haben, um so eine Freundschaft aufzubauen. In Wirklichkeit kann es sich bei den Gesprächspartnern aber oft um Erwachsene handeln, die nur ein Treffen für ihre eigenen unbekannten Zwecke arrangieren wollen. Sexueller Missbrauch kann hier die schlimmste Folge sein.

Schon das Weitergeben kleiner, scheinbar harmloser persönlicher Informationen kann demzufolge zu schwerwiegenden Ergebnissen führen. Ein versierter Angreifer kann ein Kind bereits nur mit Hilfe seines Vornamens, seines Geschlechts und dem Namen seines Sportvereins im tatsächlichen Leben ausfindig machen.

Kinder und Jugendliche sollten bei Chats und Game-Chats vorsichtig sein. Insbesondere bei besonders eifrigen neuen "Freunden" sollten sie aufpassen, wenn diese ihre Handynummer erfragen oder gerne ein Treffen organisieren würden. Sie müssen auch ihre Freunde und Familienmitglieder schützen. Chats, in denen Benutzern versuchen, vertrauliche Informationen über Dritte einzuholen, müssen sie sofort abbrechen. Es gibt zuverlässige Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensmaßregeln, die ein sicheres Online-Chat-Vergnügen ermöglichen.

Die folgenden zehn Tipps für sicheres Chatten helfen Eltern und Kindern dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

1.) Online-Aktivität darf nicht zur Geheimsache werden

Computer sollten in Gemeinschaftsräumen wie dem Wohnzimmer stehen. Monitore müssen in den Raum hinein gerichtet sein, so dass es bei der Online-Nutzung zu keinen Heimlichkeiten kommt. Wenn Kinder im Wohn- oder Kinderzimmer schnell den Bildschirminhalt wechseln, oder Dateien beziehungsweise Datenträger verstecken, kann dies ein Hinweis auf fragwürdige Inhalte sein.

2.) Gemeinsam Grenzen festlegen

Eltern und Kinder sollen gemeinsam festlegen, was erlaubt ist und was nicht. Dazu kann gehören, den Besuch bestimmter Webseiten und Chat-Rooms zu erlauben oder zu verbieten. Sinnvoll sind auch Vereinbarungen, welche Themen besprochen werden dürfen oder nicht. Es empfiehlt sich gerade bei Kindern, nur die Nutzung überwachter Chat-Räume zu erlauben. Vor allem ".alt"-Chat-Rooms sollten gemieden werden, da sich häufig ungeeignete Inhalte dahinter verbergen. Idealerweise sollten Eltern die Online-Freunde ihrer Kinder genauso kennen wie die Freunde aus Schule und Nachbarschaft. Dabei hilft es, wenn Eltern selbst im Web surfen und online chatten, weil sie nur auf diese Weise verstehen können, was ihre Kinder tun.

3.) Keine voreiligen Beschuldigungen und Verbote

Vertrauen und Offenheit sind wichtig für einen Schutz der Kinder. Kinder sollten ihre Eltern sofort informieren, wenn sie im Chat seltsame oder verwirrende Nachrichten erhalten. Auf keinen Fall dürfen die Eltern dann erschreckt und entrüstet reagieren oder den Kindern den Internetzugang verbieten. Stattdessen sollen sie auf Gefahren hinweisen. Kinder und Jugendliche sind nicht immer in der Lage zu steuern, was andere zu ihnen sagen. Wenn es zu zweifelhaften Anfragen kommt, haben sie häufig keine Schuld.

4.) Zeitbeschränkungen festlegen

Zeitlimits setzen klare Grenzen. Es gibt auf dem Markt Software-Lösungen, die diese Beschränkungen automatisch umsetzen. Vor allem das Chatten am späten Abend und in der Nacht sollte unterbleiben. Darüber hinaus sollten sich Kinder auch nicht über längere Zeiträume allein im Cyberspace aufhalten. Denn dann sind sie am verwundbarsten.

5.) Der Unbekannte bleibt immer fremd

Kinder und Jugendliche sollten wissen, dass die Benutzer von Chat-Räumen stets Fremde sind, gleich wie oft Kinder und Jugendliche mit ihnen geredet haben und wie gut die Jugendlichen glauben, ihre Gesprächspartner zu kennen. Sie müssen auch wissen, dass jede Person im Chat falsche Auskünfte über sich geben kann. Die neueste "Freundin" kann ohne weiteres in Wirklichkeit ein 40-jähriger Mann und kein 13-jähriges Mädchen sein.

6.) Der Schutz der eigenen Privatsphäre ist absolut notwendig

Niemals dürfen Kinder und Jugendliche Informationen preisgeben, mit denen sie persönlich identifiziert geben können. Dazu gehören der wirkliche Name, Geschlecht, Alter, Schule, Telefonnummer oder Wohnort. Idealerweise nutzen Kinder und Jugendliche ein Chat-Pseudonym, das niemanden provoziert und keine Hinweise auf ihre Identität gibt. Dieselbe Schweigepflicht gilt auch für Informationen über Freunde, Verwandte und Bekannte.

7.) Kontrolle von File-Sharing Inhalten

Eltern sollten wissen, welche Inhalte Kinder von File-Sharing-Diensten erhalten. Potentielle Angreifer könnten nämlich auf diesem Weg Viren, Würmer, pornographische oder andere fragwürdige Inhalte verbreiten.

8.) Schutz durch Sicherheitssoftware

Auf den Rechnern sollte aktuelle Sicherheitssoftware laufen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass alle Familienmitglieder ohne Risiko online aktiv sein können. Solche Suiten filtern fragwürdige Inhalte und Bilder, die ein Angreifer möglicherweise verschickt, aus und blockieren zudem unpassende Webseiten, auf die Chat-Partner die Kinder sonst eventuell locken könnten. Ein integrierter Privacy-Service schränkt zusätzlich das Verschicken persönlicher Informationen ohne das Wissen der Eltern ein und hilft so dabei, die Kinder abzusichern.

9.) Die Online-Freunde kennen lernen

Wenn Eltern aufpassen, dass Kinder ihre Online-Freunde nicht heimlich in der realen Welt treffen, können Sie die echte Identität der Chat-Bekanntschaft herauszufinden, bevor sie eine Verabredung zulassen. Eine gute Möglichkeit ist es, Treffen an einem öffentlichen Ort und in Anwesenheit der Eltern stattfinden zu lassen.

10.) Technische Hilfsmittel für die Chat-Dokumentation

Darüber hinaus sollten Eltern die Log-Dateien von Chat-Sessions abspeichern, Benutzer blockieren und Probleme angeben können. Die Sessions lassen sich beispielsweise durch das Kopieren der Nachrichtentexte in ein Textverarbeitungsprogramm speichern. Die meisten Chat-Programme ermöglichen es, einen Anwender durch einen Rechtsklick auf den Namen in der Kontaktliste und die Auswahl der "Block"- oder "Ignore"-Funktion von der Kommunikation auszuschließen. Wenn ein Kind mit einem anderen Chatter Probleme bekommt, können die Erziehungsberechtigten die kopierte Log-Datei auch an den Moderator des Chat-Rooms oder den Administrator schicken. Die dazu nötigen Kontaktinformationen finden sich in der Hilfe- oder der Report-Sektion der Software.

Risikofreier Chat-Spaß mit den entsprechenden Lösungen

Auf dem PC mit Internetanschluss sollte aktuelle Sicherheitssoftware laufen. Sowohl die McAfee Internet Security Suite als auch McAfee Total Protection bieten einen umfassenden Schutz vor Identitätsdieben, Spammern und sonstigen Bedrohungen. Auf diese Weise stellt die Lösung sicher, dass die Benutzer risikofrei ihre Online-Sitzungen abhalten können. Die äußerst effektive Sicherheitslösung filtert zudem offensive Inhalte und Bilder, die ein Angreifer möglicherweise verschickt und blockiert zudem unpassende Webseiten, auf die Chat-Partner von ihren Kommunikationspartnern eventuell gelockt werden könnten. Alles in allem ermöglicht eine adäquate Sicherheitssoftware unter Beachtung der genannten Verhaltensregeln risikofreien Chat-Spaß mit vielen Gleichgesinnten im Web.


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Autor

  • Isabell Unseld

    McAfee Inc.

Isabell Unseld ist PR Manager Central, Eastern and Western Europe der McAfee Inc.




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