Top Ten der Viren und Hoaxes im Mai 2004


18.06.2004

Sophos, Entwickler von Antiviren- und Antispam-Software, hat eine Top Ten-Liste der Viren zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus am meisten Probleme bereitet haben.

Wie erwartet belegte der Sasser-Wurm den ersten Platz in den Charts und war für mehr als die Hälfte aller eingegangenen Virenreports verantwortlich..

Im Mai 2004 belegten folgende Schadprogramme die ersten zehn Plätze:

1.W32/Sasser51,1 %Neueinstieg
2.W32/Netsky-P11,7 %
3.W32/Netsky-B4,1 %
4.W32/Netsky-D3,8 %
5.W32/Netsky-Z3,4 %
6.W32/Netsky-Q2,4 %
7.W32/Netsky-C2,1 %
8.W32/Sober-G1,5 %Neueinstieg
9.W32/Bagle-AA0,8 %Neueinstieg
10.W32/Lovgate-V0,7 %Neueinstieg
Andere: 18,4 %

"Sasser war mit Abstand der hinterhältigste Virus in diesem Monat und betraf mehr Nutzer als die vorhergehenden Netsky-Würmer. Dadurch, dass sich der Wurm ohne Zutun der Computernutzer verbreitet und ein neu entdecktes Sicherheitsloch in Microsoft XP ausnutzt, konnte er unbemerkt in ungeschützte Rechner eindringen und die Internetverbindungen fluten", meint Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos. "Der sicherste Weg, solche getarnten Würmer auszusperren, ist ein umfassendes Sicherheitskonzept. Es empfiehlt sich daher, auf ein dreistufiges Sicherheitskonzept zu setzen: Dazu gehört ein Multi-Level Antiviren-Schutz, eine Firewall und Richtlinien, die das Aktualisieren der Software und den Umgang mit E-Mails und dem Internet regeln."

Sophos hat im Mai 959 neue Viren entdeckt und Schutz dagegen entwickelt. Das ist die höchste Anzahl an Viren, die seit Dezember 2001 in einem Monat entdeckt wurden. Derzeit bietet Sophos Schutz vor insgesamt 90.811 Viren.

Im Mai 2004 ergab sich außerdem folgende Rangliste der am häufigsten aufgetretenen Hoaxes:

1.Hotmail hoax13,5 %10. Monat auf Platz 1
2.Meninas da Playboy11,0 %
3.Bill Gates fortune6,6 %
4.Bonsai kitten6,2 %
5.A virtual card for you5,0 %
6.Budweiser frogs screensaver4,9 %
7.JDBGMGR4,0 %
8.WTC Survivor3,9 %
9.Jamie Bulger3,3 %
10.Spunkball2,2 %Neueinstieg
Andere: 39,4 %

"Diesen Monat tauchte der elektronische Kettenbrief 'Spunkball' das erste Mal auf", fährt Gernot Hacker fort. "Die E-Mail behauptet, Jugendliche davor zu warnen, parkende Autos mit Feuerbomben zu attackieren. Wenn man diese Sorte von E-Mails erhält, ist und bleibt der beste Rat, einfach auf 'Löschen' zu klicken. Außerdem kann der Einsatz einer effizienten Antispam-Software helfen, das Aufkommen von Hoaxes und Kettenbriefen zu verringern."


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