Auf dieser Grundlage konnte das Unternehmen folgende Trends für den Mai 2005 ableiten:
Zombie Botnets pushen Phishing
Im Januar 2005 erreichten Phishing-Attacken einen markanten Höhepunkt, schwächten aber über die Folgemonate wieder ab. Der Mai brachte nun ein Wiederaufleben dieser Bedrohung von bisher unerreichtem Ausmaß mit sich. Die Experten von MessageLabs führen dies auf die ebenfalls markante Zunahme von Zombie Botnets zurück, die für den Aussand gewaltiger Mengen an Malware kreiert und benutzt werden, um den finanziellen Profit für die Cyber-Kriminellen zu erhöhen.
Anstieg von Viren- und Trojaner-Attacken
Am 31. Mai fing MessageLabs in den ersten Stunden nach Ausbruch eines neuen "Bagle" Downloader-Trojaners bereits 70.000 Kopien davon ab. Diese Schädlinge mit hohem Schadens- und Verbreitungspotenzial vermehren sich per E-Mail und laden weitere Trojaner-Komponenten nach.
Innerhalb der ersten 24 Stunden erhöhte sich die Zahl dann bereits auf 850.000 Kopien. Dieser Ausbruch war trotzdem nur einer von vielen im letzten Monat: Durchschnittlich enthielt 1 von 32,2 E-Mails weltweit einen Virus, das bedeutete einen Anstieg des Virenanteils von 33% gegenüber dem Vormonat.
Untersucht man einzelne Branchen, leidet der gesamte Verwaltungs-Bereich am meisten unter Viren-Attacken: 15% aller E-Mails enthielten hier einen Schädling. Demgegenüber konnte sich die Telekommunikationsbranche über einen vergleichsweise niedrigen Anteil von 0,8% freuen.
„Reiner“ Spam bleibt auf gleichem Level
Betrachtet man die Spam-Zahlen, so blieb die Menge an unerwünschtem Werbemüll über die vergangenen drei Monate relativ konstant.
Im Mai 2005 waren 68,7% aller E-Mails Spam. Directory Harvest Attacken, bei denen Spammer den Server einer ausgewählten Domain mit E-Mails bombardieren, um gültige E-Mail Adressen ausfindig zu machen, nahmen in den USA zwar ab, stiegen dafür aber in Europa und Asien. Insgesamt nehmen sie momentan knapp 16% des gesamten E-Mail-Volumens ein. 21,3% der eingehenden Nachrichten wehrte MessageLabs ab, weil sie auf Botnets zurückgeführt werden konnten. Betrachtet man hier die Verteilung auf unterschiedliche Branchen, so ergibt sich ein völlig gegensätzliches Bild im Vergleich zur Virenbelastung. Hier ist der Bereich Verwaltung (mit ca. 43%) deutlich im Vorteil, während die Telekommunikationsbranche knapp 80% der eingehenden E-Mails als Spam verbuchen muss. Trauriger „Spitzenreiter“ bleibt jedoch nach wie vor das Gesundheitswesen mit nahezu 90%.
Solche Zahlen führen deutlich vor Augen, dass es sich beim Thema Spam um kein „Luxus-Problem“ handelt. Nur wirklich effiziente Lösungen mit einer Spam-Erkennungsrate von mindestens 95% und niedrigen False-Positives-Ergebnissen können eine ungestörte Kommunikation gewährleisten. So liegt die False-Positives-Rate von MessageLabs zum Beispiel bei maximal 0,0004%. Ein weiterer Vorteil von Managed E-Mail Security Services ist in diesem Zusammenhang auch die Entlastung der unternehmenseigenen Bandbreite, da sämtliche unerwünschte Nachrichten bereits auf Internet-Ebene abgefangen werden und die interne Infrastruktur somit gar nicht erst belasten können.
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