Datensicherheit auch im Urlaub: Darauf kommt es an


30.07.2009

Tipps der Unternehmensberatung Becker von Buch

75 Prozent der europäischen Arbeitnehmer in gehobenen Positionen können auch im Urlaub nicht die Verbindung zur Firma kappen. Sie lesen und beantworten Mails oder arbeiten online an Projekten weiter. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Online-Jobbörse StepStone unter 18.063 Fach- und Führungskräften. Schließlich finden sich heute selbst in den abgelegensten Winkeln der Welt Online-Zugänge. Die sind aber häufig mit Vorsicht zu genießen, nicht nur was die Kosten angeht ...

Wer in der Firma ins Netz geht, kann sich in der Regel darauf verlassen, dass die Kommunikation so sicher wie möglich verläuft. Firewalls, E-Mail- und Webseiten-Filter mit ständigen Viren-Updates sind heute ebenso obligatorisch wie die Verschlüsselung gesendeter und empfangener Daten über drahtlose Netzwerke. Sucht man vergleichbare Sicherheit auch unterwegs, führt kaum ein Weg an der eigenen Technik vorbei. "Am besten geht man mit dem nach aktuellen Sicherheitsstandards konfigurierten Notebook ins Netz, beispielsweise über einen UMTS-Stick", empfiehlt Unternehmensberater Johannes Ulrich Becker von Buch. "Auch mit modernen Smartphones kann man sich schnell und sicher im Internet bewegen. Liegt das Urlaubsziel in den großen europäischen Ländern mit gut ausgebauter Online-Infrastruktur, sollte die Nutzung kein Problem sein."

Steht kein UMTS (hin und wieder auch als 3G bezeichnet) zur Verfügung, bietet laut Becker von Buch das deutlich langsamere Verfahren GPRS/Edge aber immer noch ausreichende Geschwindigkeiten fürs normale Surfen: "Der komfortable Spaß wird aber mit Sicherheit teuer. Denn die von der EU zum 1. Juli beschlossene Kostenbremse bei der Telefonnutzung im Ausland - beim so genannte Roaming - betrifft ausschließlich mobile Telefondienste, Datenübertragungen bleiben weiterhin kostspielig, da hier nicht nach Zeit, sondern nach übertragenem Datenvolumen abgerechnet wird." So könne der Aufruf einer einzigen mit Bildern gespickten Webseite schnell ein paar Euro kosten. Selbst normaler E-Mail-Verkehr dürfte da die Urlaubskasse arg strapazieren.

Besitzt man ein Notebook oder ein Smartphone mit WLAN-Fähigkeit, könnte ein Hotspot die deutlich günstigere Alternative zu UMTS & Co sein, so der Unternehmensberater. "Die drahtlosen Internetzugänge, in die man sich gegen relativ geringe Kosten einloggen kann, stehen heute in vielen Urlaubshotels, Restaurants und Cafés zur Verfügung. Da der Urlauber mit der eigenen Technik unterwegs ist, besteht kaum die Gefahr einer Infektion mit schädlicher Software." Nicht gesichert sei man aber gegen heimliches Abhören der Kommunikation. "Man sollte also tunlichst jede Online-Kommunikation vermeiden, in der nach Passwörtern oder anderen persönlichen Informationen gefragt wird. Dies gilt ganz besonders dann, wenn nicht die eigene Hardware genutzt wird, sondern ein Online-PC im Hotel oder in einem Internet-Café. Dieser Computer kann mit jeder Menge Spionage-Software verseucht sein, die beispielsweise von einem vorherigen Benutzer während des Surfens unbemerkt heruntergeladen wurde."

Um E-Mails abzurufen oder zu senden, empfiehlt Becker von Buch vor dem Urlaub ein Extra-Konto einzurichten, beispielweise bei einem Free-Mailer. "Per E-Mail-Weiterleitung landen dann alle ankommenden Mails in Kopie bei dieser Adresse, die nach den Ferien einfach gelöscht wird. Sollte jemand die Online-Kommunikation belauscht, dabei diese Adresse erfahren und typischerweise in einer Spam-Datenbank aufgenommen haben, wird sie ihm nicht viel nützen ..."

Autor: Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH


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