Die Bedrohungsszenarien für unternehmenskritische Daten haben in Zeiten des zunehmenden mobilen Arbeitens und der verstärkten Social-Media-Nutzung drastisch zugenommen. Datendiebstahl ist kein Einzelfall mehr. Das zeigt auch ein Ergebnis der aktuellen Untersuchung "Security Pros and Cons" von Websense, einem Lösungsanbieter in den Bereichen Unified-Web-, -Daten- und -E-Mail-Security. Von den 1.000 zur IT-Sicherheit befragten Unternehmen gaben 37 Prozent an, dass sie schon einmal Opfer eines Datendiebstahls wurden.
Um hier adäquate Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können, sollte man zunächst einmal auch die Vorgehensweise der Hacker kennen. Websense nennt fünf "Hacker-Trends":
1. Hacker haben unterschiedliche Angriffsziele. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es verschiedene Typen von Hackern gibt: zum Beispiel die "Scriptkiddies", denen es nur um die reine Action geht, oder die "Hacktivisten", bei denen soziale, politische, religiöse oder weltanschauliche Motive im Vordergrund stehen. Als Unternehmen sollte man sich insbesondere mit der Gruppe der organisierten Cyber-Kriminellen beschäftigen, die gezielte, gut getarnte Angriffe durchführen. Spionage und Sabotage stehen bei ihnen im Vordergrund.
2. Hacker-Angriffe richten sich in Zeiten der Consumerization der IT zunehmend auf Smartphones, Tablet-PCs und Notebooks. Sie werden teilweise zur Übermittlung von Daten ohne Nutzung von Verschlüsselungstechnologien genutzt.
3. Öffentliche WLAN-Hotspots sind ein beliebtes Einfallstor für Hacker, denn vielfach finden sich hier schlecht abgesicherte WLAN-Netzwerke, die ein problemloses Abhören des Datenverkehrs ermöglichen.
4. Das Internet bleibt der zentrale Angriffspunkt für jedes Unternehmen. Da Social-Media-Portale, mobile Kommunikation und Cloud-Techniken immer mehr genutzt werden, konzentrieren sich auch die Hacker zunehmend auf diese Bereiche.
5. Hacker nutzen verstärkt hochentwickelte Malware-Kits, die heute für weniger als 20 Euro zur Verfügung stehen. Mit den neuen Malware-Baukästen können Sicherheitslücken heute noch schneller als in der Vergangenheit ausgenutzt werden.
Ausgehend von dieser Hacker-Vorgehensweise sollte man laut Websense seine eigenen Security-Policies definieren und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen implementieren. Die beste Sicherheitssoftware ist dabei allerdings nutzlos, wenn Unternehmen keine grundlegenden Vorkehrungen treffen.
Unverzichtbare Aspekte dabei sind:
Insgesamt ist ein effizienter Schutz vor Hacker-Angriffen nur gegeben, wenn man weiß, wo sich die vertraulichen Daten befinden und wann beziehungsweise von wem sie übertragen werden. Wie die angeführte Websense-Studie belegt, entscheiden sich deshalb auch immer mehr Unternehmen für die Implementierung einer Lösung im Bereich Data Loss Prevention (DLP), die einen zuverlässigen Schutz vor Malware bietet und den Abfluss vertraulicher Unternehmensdaten verhindert.
© 2012 FEiG & PARTNER